Corona und (k)ein Ende

Das öffentliche Leben ist teilweise lahm gelegt. Die Kinder sind genervt, dass alle möglichen Veranstaltungen ausfallen, sogar die Schule bis zu den Osterferien geschlossen wird. In den Supermärkten sind die Regale durch Panikkäufe teils leergeräumt...

Vor etwa 20 Jahren haben wir bei unserer Schwiegeroma den Keller leergeräumt-180 Gläser mit Bohnen-ich weiß noch wie heute, dass ich ständig gesagt habe: "Oma-180 Gläser mit Bohnen. Wer soll die denn essen?" Oma sagte nur: "Kinners, gi kennt kiene Not." . Vor 2 Jahren las ich dann die Fortsetzung vom Club of Rome: "2052". 1972 hieß es schon: "Die Grenzen des Wachstum." Wir sind mittendrin: Aus China kommt nahezu alles: alle Güter des täglichen Lebens, sogar Medikament sind wir nicht mehr in der Lage, selbst herzustellen. Was soll ich sagen: Ich habe die ersten Weck-Gläser gekauft, alle haben mich! belächelt.

Die Menschheit sollte die Situation als Chance begreifen. Dass nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden müssen (gerade auch nicht mehr können), Kinder sollten wissen, wie gut ein selbstgemachter Eintopf schmeckt, vielleicht mir Kartoffeln, Möhren... aus eigenem Garten.

Was jetzt noch fehlt ist der Zusammenbruch der Satellitensysteme; Heiland nee- nicht auszudenken; die Menschen müssten sich wieder mit sich selbst beschäftigen und nicht den ganzen Tag in einer virtuellen Welt unterwegs sein.

Ich empfehle zur Anleitung für ein bewussteres Leben Bücher wie John Seymour: "Vom Leben auf dem Lande." oder den Klassiker "Walden-Leben in den Wäldern" von Henry David Thoreau. Es geht dort um wesentliche Dinge im Leben. Ganz toll auch die Bücher vom Heimatautor Bernd Kessen, der ein paar Bücher über die Lebensverhältnisse in der Heuerlingszeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschrieben hat. Wir wissen erst wie gut wir es haben, wenn uns die selbstverständlichen Dinge des Lebens wenn auch nur kurzzeitig abhanden kommen.

Und dann ist da unser Hof in Hammel. Wir sind hier noch ziemlich am Anfang des Weges. Im Kopf ist bereits vieles fertig. Mit Sicherheit werden wir bald unser erstes Beet anlegen, Kartoffeln, Radieschen, Möhren, Rhababer, Erbsen usw. pflanzen. Die Bäume der Streuobstwiese werden bald das erste Mal bei uns blühen. Ich freue mich schon mit den anderen auf die ersten Früchte aus unserem Garten. Und Bohnen, Bohnen pflanzen wir bestimmt auch..